Mit den letzten Sonnenstrahlen verließen wir das Flugzeug
und fuhren mit dem Bus in das ca. 100 entfernte Ankunftsgebäude.
Dort standen
jede Menge Guides von den verschiedensten Veranstaltern herum, die routiniert die
Reisenden zu dem entsprechenden Stand ihres Veranstalters dirigierten. Wir
wurden an den Stand sieben verwiesen, wo ein Guide unsere Namen von einer Liste
strich und meinte, dass wir nach der Passkontrolle vom nächsten Guide empfangen
werden würden. Hätten wir noch kein Visum gehabt, so hätten wir hier bei ihm
gleich eines kaufen können. E-Visum kostete uns 25€, hier hätten wir 30€ bezahlt – also ein guter Deal.
Gegenüber unseres Standes war gleich die Passkontrolle. Wir
fanden sofort einen freien Schalter, zeigten Pass und Visum her und schon waren
wir durch.
In die Ankunftshalle mündet auch das einzige Gepäckband und
Edith übernahm gleich den Job als Kofferabholer.
Franz konnte das nicht machen,
da er bereits erwartet wurde. In der Ankunftshalle gibt es einen
Mobilfunkverkaufsstand von ‚etilsalat‘. Durch das Shams-Alam-Hotel-Facebook-Forum
wurden wir auf den Inhaber ‚Bishoo Comp‘ aufmerksam. Der soll für SIM-Karten nämlich
nicht nur günstige Preise haben, sondern auch noch dazu ein ehrlicher
Geschäftsmann sein. In vielen anderen Shops werden SIM-Karten zum vollen Preis verkauft, jedoch sind oft nur
weniger als die Hälfte GB tatsächlich auf der Karte.
Franz wurde vom Verkäufer sofort erkannt, übergab sein Handy
und nach wenigen Minuten war die neue SIM-Karte installiert und stolz zeigte der
Verkäufer, dass die vereinbarten GB auch tatsächlich verfügbar sind.
Nun ergab
sich ein Problem. Im letzten Mail des Verkäufers wurden 40GB zu 40€ angeboten.
Nun gab es dieses Angebot nicht mehr, sondern 48GB zu 55€. Ein großes Feilschen
begann und am Ende zahlte Franz für die 48GB nur 40€. 5€ wurden dann noch extra
für die SIM-Karte selbst verrechnet, aber das war von vornhinein klar – also wieder
ein guter Deal.
Inzwischen war auch Edith mit dem Koffer eingetroffen und
wir gingen vor die Ankunftshalle wo wir unserem Hotelbus zugewiesen wurden.
Alles war gut organisiert und innerhalb weniger Minuten waren alle Fluggäste
den entsprechenden Hotelbussen zugeteilt. Wir wurden in einen Kleinbus mit einem
anderen Paar, das im Gorgonia Beach Resort absteigt, verfrachtet.
Und los ging die wilde Jagd. Wir hatten eine Strecke von ca.
120 KM auf einer Art Autobahn zurückzulegen. Die meiste Zeit ging es auch flott
dahin, doch zwischendurch gab es einige Straßenstücke die noch nicht
asphaltiert waren. Dann rumpelte es gewaltig und manchmal war die Straße so
schlecht, dass der Fahrer auf eine angrenzende Wüstenpiste auswich. Das
Ergebnis war allerdings auch nicht berauschend, sondern im wahrsten Sinne des Wortes erschütternd. Nach ca. 1 1/2 Stunden kamen
wir dann kurz vor 20 Uhr im Hotel an.